Spruch des Monats

Einen glücklichen Menschen zu finden ist besser als eine Fünfpfundnote. Er ist der Inbegriff strahlender Freundlichkeit, und wenn er den Raum betritt, so scheint es, als wäre noch ein Licht angezündet worden.

© Robert Louis Balfour Stevenson, (1850 - 1894), schottisch-britischer Erzähler und Kinderverseschmied




Die Heilpflanze des Monats
Der Spargel - Asparagus officinalis L.

Frischer Spargel aus Deutschland – von April bis Juni eine beliebte Delikatesse. Aber Spargel ist nicht nur etwas für Genießer, er hat auch eine lange Geschichte und wird medizinisch genutzt.

Spargel ist eine bis zu 150 cm hoch wachsende, ausdauernde, eingeschlechtliche Pflanze. Die männlichen Pflanzen sind oft gedrungener und dichter im Wuchs und tragen kleine, weißlich-grüne Blüten. Die weibliche Blüte bildet als Frucht eine ziegelrote, kugelige Beere, die als gering giftig gilt. Der dicke Wurzelstock treibt nach oben einige weiße, saftige, etwa fingerdicke Sprosse, die als Gemüse verwendet wird.

Frische Spargel werden als kalorienarmes, mineralstoff- und vitaminreiches Gemüse geschätzt und sind eine gute Quelle für Vitamin E und Folsäure.

Geschichte:

Ob die Ägypter den Spargel wirklich kannten, wird bezweifelt. Auf Grabfresken sind jedoch typische Spargelbündel zu entdecken. Die Griechen schätzten wild wachsenden Spargel als Medizin, wegen seiner harntreibenden Wirkung. Die älteste Erwähnung stammt von Hippokrates.

Die Römer haben dann den Spargel als erstes auch kultiviert und wahrscheinlich auch nach Mitteleuropa gebracht. Dort wurde er lange vor allem als Arzneimittel genutzt. Im 16. Jahrhundert war der Spargelanbau in Frankreich und England schon weit verbreitet, in Deutschland wurden um diese Zeit die ersten Beete im „Stuttgarter Lustgarten“ angebaut.

Wo kann der Spargel helfen?

Wo kann der Spargel helfen? Medizinisch verwendet wird der im Herbst ausgegrabene und getrocknete Wurzelstock mit den Wurzeln, in der Homöopathie sind Zubereitungen aus den Sprossen gebräuchlich.

Der Spargelwurzelstock enthält Saponine, für die eine harntreibende Wirkung beschrieben ist, Kohlenhydrate (inulinartige Fructane, fettes Öl, Aminosäuren und reichlich Mineralstoffe (vor allem Kalium). Zubereitungen aus dem Wurzelstock werden daher zur Durchspülungstherapie bei entzündlichen Erkrankungen der ableitenden Harnwege und als Vorbeugung gegen Nierengrieß verwendet. Dabei ist auf ausreichende Flüssigkeitszufuhr zur achten.

Was ist zu beachten:

Nach Einnahme von Spargelpräparaten bzw. Verzehr von Spargelgemüse verändert sich der Geruch des Harns. Das ist auf die Verstoffwechslung schwefelhaltiger Inhaltsstoffe des Spargels zurückzuführen.

Autor: HEXAL AG Quelle: http://www.heilpflanzen-suchmaschine.de © Mit freundlicher Genehmigung von HEXAL AG


Reiseapotheke

„Was gehört in die Reiseapotheke“

·        Sonnenschutz mit hohem Lichtschutzfaktor

·        Kühlendes Gel oder Pflegelotion bei Sonnenbrand

·        Juckreizstillendes Gel bei Insektenstichen

·        Präparat gegen Reisedurchfall

·        Mittel gegen Reiseübelkeit

·        Elektrolytpulver als Mineralienersatz

·        Präparate bei Fieber, Schmerzen und Erkältung

·        Wunddesinfektionsmittel, Wund- und Heilsalbe bei Wunden und Prellungen

·        Pflaster und Mullbinden bei Schnittverletzungen

·        Mittel gegen Lippenherpes

·        Präparat gegen Sodbrennen

·        Präparat gegen Fußpilz

·        Außerdem nicht vergessen: Ihre persönlichen Medikamente

 

Gerne geben wir Ihnen weitere Tipps für einen unbeschwerten Urlaubsaufenthalt.

Wir wünschen Ihnen gute Erholung und viel Spaß im Urlaub!


Was sind eigentlich Vitamine?
Vitamine
sind organische Nährstoffe, die nicht oder nur in unzureichenden Mengen vom menschlichen Organismus selbst gebildet werden. Sie müssen deshalb mit der Nahrung zugeführt werden. Vitamine werden für zahlreiche Stoffwechselvorgänge benötigt. Man unterscheidet zwischen fettlöslichen und wasserlöslichen Vitaminen:

fettlösliche Vitamine
Hierzu gehören die Vitamine A,D,E,K. können im Körper über längere Zeit im Fettgewebe gespeichert werden ein Mangel an diesen entwickelt sich nur langsam, wenn genügend Reserven gespeichert sind bei übermäßiger Zufuhr können Überdosierungen vom Körper nicht reguliert werden ( Ausnahme: Die Vorstufe des Vitamin A, das Betacarotin, kann nicht überdosiert werden.)

wasserlösliche Vitamine
Hierzu gehören der ganze Vitamin B Komplex ( B1, B2, B6, B12, Niacin, Folsäure, Pantothensäure und Biotin) und das Vitamin C.. können kaum im Körper gespeichert werden dadurch kommt es bei Unterversorgung sehr schnell zu Mangelerscheinungen bei überhöhter Zufuhr werden sie vom Körper ausgeschieden, weshalb es keine Erkrankungen durch Überdosierungen gibt. Die folgende Tabelle gibt einen Überblick über Vitamine, ihr Vorkommen, ihre Aufgaben, die Symptome bei Mangel an diesen sowie die Zufuhrempfehlung laut DGE ( Deutscher Gesellschaft für Ernährung) für Erwachsene pro Tag.

Vitamine Nahrungsquellen Aufgaben wichtige Mangelerscheinungen Ein Erwachsener braucht pro Tag:
Vitamin A = Retinol

bzw. Betacarotin ( die Vorstufe

Butter, Margarine, Leber Beteiligung am Sehvorgang

Hautaufbau

Nachtblindheit, Schleimhautschwund, Wachstumsstörung, Fortpflanzungsstörung

bei Überdosierung: Haut- u. Skelettveränderung, Haarausfall, Anämie

1 mg

bzw. 3 - 6 mg Betacarotin

Vitamin D = Calciferol Fettfische, Eigelb, Margarine, Leber Förderung der Calcium- und Phosphataufnahme, Knochenmineralisation Rachitis bei Kindern, Knochenerweichung bei Erwachsenen

bei Überdosierung: Calciumeinlagerung in Leber, Niere, Blutgefäßen

5 µg (Mikrogramm)
Vitamin E = Tocopherol Pflanzenöle, z.B. Sonnenblumenöl, Distelöl,             Nüsse, Margarine, Butter, Eigelb, Leber, Weizenkeime Schutz von Zellwänden und ungesättigten Fettsäuren vor Oxidation Mangelerscheinungen beim Menschen sind nicht bekannt 15 - 30 mg
Vitamin K = Phyllochinon grünes Gemüse, Fleisch, Fisch, Kartoffeln, Sauerkraut, Milch- und Vollkornprodukte Bildung verschiedener Blutgerinnungsfaktoren Mangel sehr selten, dann erhöhte Blutunsneigung 60 - 80 µg (Mikrogramm)
Vitamin B1 = Thiamin Fleisch, v.a. vom Schwein, Nüsse, Kartoffeln, Hülsenfrüchte, Vollkornprodukte, Hefe Beteiligung an vielen Stoffwechselreaktionen Erhaltung von Nervengewebe, Energiestoffwechsel Neuropathien, Muskelschwund, Müdigkeit, Depression, erhöhter Puls, Kreislaufstörungen 1 - 1,5 mg
Vitamin B2 = Riboflavin Fleisch, Milchprodukte, Fisch, Eier, Vollkornprodukte, Hefe Beteiligung an Reaktionen im Energie- und Eiweißstoffwechsel Entzündungen an Haut und Schleimhäuten, Mundwinkeleinrisse, bestimmte Form der Anämie 1,5 mg
Vitamin B6 = Pyridoxin Schweine- und Hühnerfleisch, Milch, Kartoffeln, Nüsse, Gemüse, Hefe, Zitrusfrüchte Beteiligung an verschiedenen Stoffwechselprozessen, v.a. Eiweißstoffwechsel und Bildung des roten Blutfarbstoffes Neuropathie, nervöse Störungen, Anämie, Zungenentzündungen, entzündliche Schwellungen der Lippen, Hauterkrankungen 1,7 mg
Vitamin B12 = Cobalamin fast nur in tierischen Lebensmitteln wie Fleisch, Fisch, Innereien, Milch und Eiern, Bier Beteiligung an vielen Stoffwechselreaktionen, wichtig für Bildung der roten Blutkörperchen Störung der Bildung der roten Blutkörperchen, Anämie 3 µg (Mikrogramm)
Niacin Fleisch, Fisch, Innereien, Kaffee, Hefe, Vollkorn Beteiligung an vielen Stoffwechselvorgängen, Nervenfunktion, Energiestoffwechsel Leistungsabfall, Verwirrtheit, Demenz, Zungenbrennen, Hauterkrankungen 15 - 18 mg
Folsäure grünes Blattgemüse wie Spinat, Brokkoli, Kohl, Weizenkeime, Nüsse, Eier, Milch, Vollkorn, Leber Zellteilung, Bildung der roten Blutkörperchen Anämie, Schleimhautveränderungen, Wachstums- und Fortpflanzungsstörungen, Zungenentzündung, Durchfall 0,3 mg
Panthothensäure in fast allen Lebensmitteln, vor allem Fleisch, Fisch, Eier, Vollkorn, Hülsenfrüchte Kohlenhydrat- und Fettstoffwechsel fast unbekannt, Magen- Darmstörungen 6 mg
Biotin Sojabohnen, Eigelb, Nüsse, Getreide, Innereien, Hülsenfrüchte Kohlenhydrat- Fett- und Eiweißstoffwechsel fast unbekannt, Leberfunktionsstörungen 30 - 100 µg (Mikrogramm)
Vitamin C = Ascorbinsäure Obst und Gemüse, besonders schwarze Johannisbeeren, Kiwi, und Zitrusfrüchte, Paprika, Grüngemüse Infektabwehr, Eisenstoffwechsel, Schutz vor Oxidationsreaktionen Zahlfleischbluten, Müdigkeit, Leistungsabfall, erhöhte Infektanfäligkeit 75 - 150 mg


Die oben genannten Zufuhrempfehlungen werden von der üblichen Ernährung nicht immer abgedeckt. Um das Vitaminsoll zu erfüllen, ist der regelmässige Verzehr von frischem Obst und Gemüse, vor allem grünem Gemüse, Kohlarten und Karotten, regelmässiger Verzehr von Kartoffeln, Getreidevollkornprodukten und Verwendung pflanzlicher Öle und vitaminierter Margarine unentbehrlich. Und noch ein wichtiger Hinweis: Bei Rauchern, Schwangeren, Stillenden, Diabetikern, Rekonvaleszenten, älteren Menschen und bei bestimmten Erkrankungen bzw. durch Einnahme mancher Medikamente wird unser Bedarf an Vitaminen noch erhöht. Daneben werden bestimmte Vitamine in besonders hohen Dosierungen auch therapeutisch eingesetzt, so z. B. das Vitamin E bei rheumatischen Erkrankungen. Neue Hinweise lassen vermuten, daß die Vitamine Betacarotin, C und E eine gewisse Schutzwirkung vor Krebsentstehung und koronarer Herzkrankheit haben. Es ist also durchaus empfehlenswert, neben einer abwechslungsreichen und gesunden Ernährung manchmal oder auch regelmässig Vitamintabletten einzunehmen.

Wir beraten Sie gerne!

Eucalyptus
Der Eucalyptus
Die Gattung Eucalyptus umfasst etwa 600 Arten und Rassen und ist ursprünglich in Australien und Tasmanien beheimatet und gehören zu den am höchsten wachsenden Hartholzbäumen. Der Königs-Eukalyptus soll sogar eine Höhe von bis zu 100 Metern erreichen, der Eukalyptus selbst schafft 60 Meter. Mittlerweile wird widerstandsfähige Eukalyptus in vielen Regionen nicht nur wegen des wertvollen ätherischen Öls angebaut, sondern auch als schnell wachsender Holzlieferant, das zur Herstellung von Papier und Kartonagen verwendet wird.
Das zu medizinischen Zwecken aber auch verbreitet in Lebensmittel- und Kosmetikindustrie verwendete ätherische Öl wird aus E. globulus und anderen Cineol reichen Eukalyptusarten gewonnen. Der Koalabär ernährt sich ausschließlich von Eukalyptusblättern und verträgt das ätherischen Öl auch in Mengen, die für andere Säugetiere und auch Menschen toxisch wirken würden. In Europa erkannte man den Wert des ätherischen Öles sehr schnell. Im frühen 19. Jahrhundert wurde Eukalyptusöl wegen seiner antiseptischen Eigenschaften vor allem als Mittel zu Desinfektion medizinischer Geräte und in der Wundbehandlung eingesetzt.
Woher kommt der Name?

Die Bezeichnung Eukalyptus leitet sich vom griechischen Wort ?eu? = gut und ?kalyptos? = verschlossen ab und bezieht sich auf die mit abspringenden Deckel versehene Blütenknospe. Der Name ?Fieberbaum? bedeutet nicht eine fiebersenkende Wirkung, sondern gründet auf seine Eigenschaft, Feuchtgebiete durch sein schnelles Wachstum zu trocknen und damit der Vermehrung krankheitsübertragender Stechmücken Einhalt zu gebieten. Durch den hohen Gehalt der Blätter an ätherischen Öl wirkt er zudem wie ein Insekten vertreibendes Mittel.


Wo kann der Eukalyptus helfen?

Eingesetzt wird das Eukalyptusöl überwiegend zur Behandlung von Erkältungskrankheiten. Der Hauptbestandteil 1,8-Cineol = Eukalyptol wirkt in Form von Kapseln, Einreibungen, Inhalationen oder Lutschbonbons wachstumshemmend auf Bakterien und Viren, kühlend, Schleim verflüssigend und lindert somit Beschwerden, die in Zusammenhang mit Erkältungskrankheiten, wie Husten oder Schnupfen auftreten. Im Vordergrund steht dabei eine Linderung der lästigen Symptome, weniger die Behandlung der Erkrankung selbst.


Worauf ist unbedingt zu achten?

Eukalyptusöl darf niemals unverdünnt angewandt werden, da bei Überdosierungen schwere Vergiftungen, gekennzeichnet mit Atemnot, Übelkeit und Benommenheit, auftreten können. Bei Säuglingen verbietet sich die Anwendung, bei Kleinkindern sollte eine äußerliche Behandlung nur mit Vorsicht und nicht im Gesichtsbereich vorgenommen werden. Da Eukalyptus reizend auf den Magen-Darm-Trakt wirkt, ist die Anwendung bei entzündlichen Erkrankungen im Magen-Darm-Bereich, der Galle oder bei schweren Leberleiden kontraindiziert.


Sommerzeit - Sommergrippe
Hausmittel bei Erkältungskrankheiten

Schwitzkur

Schwitzkur: Man nimmt ein möglichst warmes Fußbad mit Badesalz oder Kochsalz als Badezusatz und legt sich danach gut zugedeckt ins Bett. Verstärkt wird das Schwitzen durch reichhaltige Zufuhr heißer Getränke, z.B. Kamillen- Lindenblüten- oder Holundertee.

Dämpfe: Ein Topf oder eine Schüssel wird mit etwa einem Liter heißem Kamillenaufguss oder heißem Wasser, dem Eukalyptus-, Pfefferminzöl oder Menthol zugesetzt ist gefüllt und am besten auf einen Tisch gestellt. Zum Inhalieren beugt man sich über das Gefäß. Über den Kopf des Inhalierenden und das Gefäß wird ein Handtuch oder eine Wolldecke gehängt, damit der Dampf nicht entweichen kann. Bewährt hat sich auch die Inhalation mit den modernen und preiswerten Inhalatoren aus Kunststoff, die es bei uns in der Apotheke zu kaufen gibt.

Halswickel: Ein halsbreiter Leinenstreifen wird von zwei Seiten wie eine Binde aufgewickelt, in heißes oder kaltes Wasser getaucht und in mehreren Lagen um den Hals gewickelt. Darüber kommt ein Wollschal in 2 bis 3 Lagen, der den Leinenstreifen ganz bedecken muss.

Wadenwickel: Ein breites Handtuch wird zu einem Drittel nass gemacht, ausgewrungen und so angelegt, dass das nasse Drittel die Unterschenkel zuerst umhüllt. Der trockene Teil wird darüber gewickelt und befestigt.

Diese vier Maßnahmen sollten nur dann durchgeführt werden, wenn der Kranke bereit ist, anschließend Bettruhe einzuhalten.

 

Wichtig!

Suchen Sie unbedingt den Arzt auf, wenn sich ihre Krankheitserscheinungen nicht innerhalb von wenigen Tagen bessern, insbesondere

  • wenn Sie anhaltendes und hohes Fieber haben
  • wenn Sie anhaltende und starke Kopfschmerzen haben, es besteht Gefahr der Nasennebenhöhlenvereiterung
  • wenn Sie starke Halsschmerzen und Schluckbeschwerden haben mit Fieber, möglicherweise haben Sie eine Mandelentzündung
  • wenn Sie beim Husten einen gelben Auswurf haben, es besteht die Gefahr einer eitrigen Bronchitis
  • wenn Sie starke und/oder anhaltende Ohrenschmerzen haben
  • wenn Flüssigkeitsabsonderungen aus den Ohren auftreten

Da bei Kindern (v.a. Kleinkindern und Säuglingen) Komplikationen schneller und häufiger auftreten, ist in jedem Fall der Arzt aufzusuchen.


Heilpflanze - Teil 1
Die Medizinische Hefe - Saccharomyces boulardii, syn. cerevisiae

Vor beinahe 100 Jahren beobachtete ein Naturforscher die Einwohner in Indonesien: Bei Durchfall lutschten sie die Schalen von Litschi-Früchten.  Auf der Suche nach dem Wirkstoff wurde er nicht in, sondern auf der Schale fündig: ein spezieller Hefestamm!

Hefen sind einzellige Mikroorganismen und bilden eine eigenständige Gruppe im großen Reich der Pilze.

Wo kann die Medizinische Hefe helfen?
Sie bekämpft die Ursachen des Durchfalls und macht den Darm wieder richtig gesund. Deshalb ist die medizinische Hefe auch bestens zur Darmsanierung und Vorbeugung von Durchfall, z. B. Reisedurchfall oder Durchfall durch Antibiotika, geeignet:

  • Sie bindet  krankmachende Keime und unterdrückt deren Vermehrung.
  • Sie macht Giftstoffe bestimmter Bakterien unschädlich.
  • Sie hemmt den übermäßigen Wassereinstrom in den Darm und schwächt damit den Wasser- und Mineralienverlust ab.
  • Sie regt das darmassoziierte Immunsystem an.
Worauf ist unbedingt zu achten?
Durchfall kann schnell zu großen Wasser- und Mineralienverlusten führen. Dies ist besonders für Kinder und ältere Menschen eine Gefahr. Erste und wichtigste Maßnahme bei Durchfall ist deshalb der Ersatz von Wasser und Mineralien.

Klingt der Durchfall nicht nach 2-3 Tagen ab oder  treten zusätzlich Erbrechen, Fieber oder Blut  im Stuhl auf, sollte unbedingt ein Arzt aufgesucht werden!

 

Was eignet sich als Ersatz von Wasser und Mineralien?
Am einfachsten geht das mit speziellen Elektrolytlösungen aus der Apotheke. Nicht immer stehen diese Mittel zur Verfügung, deshalb trinken Sie so viel wie möglich Tee, Wasser und selbst zubereitete Zucker-Elektrolyt-Getränke (Rezept:  1-2 Eßlöffel Zucker und 1 Teelöffel Salz auf 1 Liter Getränk, z. B. Wasser, verdünnte Fruchtsäfte, Tee).

Autor: HEXAL AG

Quelle: http://www.heilpflanzen-suchmaschine.de
© Mit freundlicher Genehmigung von HEXAL AG

Heilpflanze - Teil 2
Bierhefe
Pflanze: Saccharomyces cerevisiae Meyen
Familie: Saccharomycetaceae = Echte Hefen

Bierhefe - Saccharomyces cerevisiaeHefen sind sporenbildende, sich durch Sprossung vermehrende, einzellige Pilze und gehören zu der Abteilung Schlauchpilze = Ascomycota. Unter Medizinischer Hefe versteht man die ausgewachsene, entbitterte, gärfähige Hefe aus bestimmten Stämmen von Saccharomyces cerevisiae oder Candida utilis, deren Ausgangskulturen in internationalen Stammsammlungen, wie z.B. der CBS in den Niederlanden, hinterlegt sind.
Medizinisch verwendet wird ebenfalls der Stamm S. boulardii (= S. cerevisiae Hansen CBS 5926), eine lyophilisierte, gegen Antibiotika unempfindliche, vermehrungsfähige Hefe mit erhaltener Enzymaktivität.

 

Anwendung:

 
Durchfallerkrankungen
Vorbeugung von Reisedurchfällen
unterstützende Aknetherapie
Vorbeugung von Durchfällen während einer Therapie mit Antibiotika
Appetitanregung
 

Medizinische Hefen sind reich an Vitaminen der B-Gruppe und Mineralstoffen und enthalten Proteine mit einem hohen Gehalt an Lysin und Tryptophan, Kohlenhydrate (Glucane, Mannane, Trehalose) und Lipide (Ergosterol und Zymosterol) und stellen ein Produkt aus lebenden, nicht krankmachenden Mikroorganismen dar, die eine sog. probiotische Wirkung entfalten. Darunter versteht man eine insgesamt gesundheitsfördernd auf den Wirtsorganismus Wirkung, indem u.a. eine intakte Darmflora gefördert wird. Die als Nebenprodukt bei der Bierbrauerei anfallende Bierhefe muss entbittert werden, da die Zellen Bitterstoffe aus dem Hopfenextrakt anreichern.
Medizinische Hefe wird zu Appetitanregung und zur unterstützender Behandlung von Akne und Furunkeln empfohlen. In der Lebensmittelindustrie wird Bierhefe bzw. Bierhefeextrakte zur Herstellung von Backwaren, alkoholischen Getränken und als Geschmacksverbesserer eingesetzt.

Bestimmte Hefestämme binden das Spurenelement Selen in organischen Verbindungen, die vor allem in Verbindung mit Vitamin E antioxidative Wirkungen entfalten und werden als Nahrungsergänzungsmittel angeboten.

Für Präparate aus S. boulardii, taxonomisch richtig S. cerevisiae Hansen CBS 5926, konnte gezeigt werden, dass diese das Wachstum krankmachender Bakterien hemmen und die Durchfall verursachende Wirkung bestimmter, bakterieller Toxine verhindern können. Im Tierversuch konnte auch eine Stimulierung des Darm assoziierten Immunsystems nachgewiesen werden. Für diese Wirkungen und somit auch für die Qualität des einzelnen Präparates ausschlaggebend ist die Lebensfähigkeit der Hefezellen.


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