Sommerzeit - Zeckenzeit
Im Wald und auf Wiesen lauern wieder Zecken. Sie können Krankheiten wie die Borreliose übertragen

Eine Borreliose kann viele Symptome haben. Bei Kindern tritt mit knapp 80 Prozent am häufigsten die sogenannte Wanderröte (Erythema chronicum migrans) auf. Dabei bildet sich wenige Tage bis Wochen nach dem Stich ein rötlicher Kreis an der betroffenen Stelle. "Dieser Kreis wächst stetig. Er kann 20 Zentimeter und größer werden“, erklärt Professor Hans-Iko Huppertz, Direktor der Professor-Hess-Kinderklinik in Bremen.

"Entdeckt der Arzt eine Wanderröte, beginnt er sofort mit einer Therapie“, sagt Dr. Volker Fingerle, Facharzt für Mikrobiologie und Infektionsepidemiologie am Nationalen Referenzzentrum für Borrelien in München. Nach der Behandlung ist die Wanderröte und damit die Borreliose verschwunden. In vielen Fällen geht eine Wanderröte auch von alleine weg, aber "man behandelt sie trotzdem, damit keine spätere Erkrankung auftreten kann“, erklärt Experte Huppertz.

Manchmal verläuft die Borreliose weniger glimpflich. Die Erreger können Nerven und Gelenke befallen, dabei lösen sie an verschiedenen Stellen Entzündungen aus. Die Folge: Schwellungen an den Gelenken, Nackensteife oder Kopfschmerzen. Typisch dabei: Es zeigt sich keine Wanderröte mehr. Auch bei Fritz war es so. Erst einige Monate nach dem Stich fielen seiner Mutter ganz andere Symptome auf. "Fritz konnte sich beim Puzzeln nicht mehr konzentrieren. Er war ungeduldig und weinte viel“, erinnert sie sich. Als die Ärztin sie fragte, ob Fritz einen Zeckenstich gehabt hätte, erinnerte sie sich zwar daran, aber konnte sich nicht vorstellen, warum das wichtig sein sollte.

"Je früher die Erkrankung diagnostiziert wird, desto besser“, sagt Kinderarzt Huppertz. Aber oft ist das gar nicht so einfach. "Nur jede dritte Zecke wird überhaupt bemerkt“, weiß der Experte. Die Diagnose ist auch deshalb schwierig, weil außer der Wanderröte kaum eindeutige Symptome auftreten. Häufig sind die Signale unspezifisch, die Kleinen sind weinerlich, schlafen mehr, und sie können sich schlecht konzentrieren.

Blutuntersuchungen geben in den meisten Fällen sehr gut Aufschluss. "Während sich bei einer Wanderröte nur in 20 bis 50 Prozent aller Fälle Antikörper bilden, sind sie bei einer Neuroborreliose oder anderen chronischen Verlaufsformen die Regel“, erklärt Fingerle. Würden sich keine Antikörper im Blut finden lassen, wäre das nahezu der Beweis, dass es sich nicht um eine chronische Borreliose handelt.

Problematisch bei der Diagnose: Wurde einmal eine Borreliose durchgemacht, bleiben die Antikörper über Jahre bestehen. "Deshalb kommt es in manchen Fällen zu einer Überdiagnose“, sagt der Münchener Experte. Ein positiver Befund kann also nicht verraten, ob es sich um eine neue oder eine bereits durchgemachte Erkrankung handelt. Bei Fritz entdeckten die Ärzte Antikörper im Blut. Die Diagnose lautete: Neuroborreliose im Spätstadium. Sofort bekam er Medikamente verordnet. Denn mit einer Antibiotika-Behandlung werden die meisten Kinder wieder ganz gesund, sind Experten überzeugt, es kann allerdings etwas dauern.

Anders als Borreliose tritt die Frühsommer-Meningo-Enzephalitis (FSME) hauptsächlich in bestimmten Regionen auf. Sie wird ebenfalls durch Zecken übertragen und kann zu einer Hirnentzündung führen.

Typische Anzeichen: Acht bis zwölf Tage nach dem Zeckenstich treten grippeähnliche Symptome wie Fieber, Kopf- oder Gliederschmerzen auf. Dann müssen Sie unbedingt mit Ihrem Kind zum Arzt.

Während es gegen Borreliose keine vorbeugende Impfung gibt, kann man sich gegen FSME immunisieren lassen. Die Ständige Impfkommission empfiehlt dies allen, die in Risikogebieten (siehe Karte) wohnen oder dort Urlaub machen. Kinder dürfen ab dem zweiten Lebensjahr geimpft werden. Um den vollen Schutz zu erlangen, sind drei Impfungen notwendig.


A L L E R G I E N
Umweltfaktoren wie eine erhöhte Luftverschmutzung und veränderte Lebensgewohnheiten begünstigen das Auftreten von Allergien.
Fast 27 Millionen Deutsche leiden unter allergischen Reaktionen. Dabei ist die Tendenz von Jahr zu Jahr steigend!
Das Immunsystem reagiert mit einer überschießenden Abwehrreaktion auf eine Vielzahl harmloser Umweltstoffe, die so genannten Allergene.

Bei allergischen Reaktionen wie dem Heuschnupfen sind die häufigsten Allergene Baum- oder Gräserpollen, aber auch Tierhaare und Hausstaub können zu typischen Beschwerden an Augen und Nase führen.


Die Voraussetzung für das Auftreten einer Allergie ist der wiederholte Kontakt mit einer bestimmten Substanz.

Der Körper bildet im Falle des Heuschnupfens Antikörper vom Typ Immunglobulin E. Bei einem erneuten Kontakt mit dem Allergen sorgen dann genau diese Immunglobuline für eine allergische Reaktion. Sie binden das Allergen und lösen die Freisetzung entzündungsfördernder Stoffe (Histamine, Leukotriene, Prostaglandine und andere Vermittlerstoffe) aus. Krankheitsbilder wie allergischer Schnupfen, allergische Bindehautentzündung oder allergisches Asthma können entstehen.


Vorbeugende Maßnahmen
In vielen Fällen, wie beispielweise bei einer Pollenallergie, ist eine völlige Allergenvermeidung jedoch schwierig. Hier ist es wichtig, bestimmte Verhaltensmaßnahmen zu beachten:

Als Pollenallergiker sollten Sie Fenster und Türen während des größten Pollenflugs geschlossen halten. Gut bewährt haben sich auch Pollenfilter, die in Klimaanlagen eingesetzt werden können

In der Allergiesaison ist es ratsam, abends kurz zu duschen und die Haare zu waschen, um Pollen auf dem Körper und in den Haaren zu entfernen

Mit Hilfe eines Pollenflugkalenders (in der Finken-Apotheke-Bochum erhältlich) und der Pollenflugvorhersage (Zeitung, Funk, Fernsehen, Internet) können Sie in der "Hochsaison" rechtzeitig schützende Maßnahmen ergreifen, beispielsweise mit Cromoglycin-haltigen Nasensprays vorbeugen

14 Tage vor dem erwarteten Pollenflug kann man beispielsweise mit Cromoglicinsäure haltigen Nasensprays vorbeugen

Fahren Sie im Urlaub möglichst in eine allergenfreie Zone, etwa an die See oder in die Berge.


Weitere Informationen geben wir Ihnen sehr gerne in einem persönlichen Gespräch. Bitte fragen Sie uns - Wir haben die Antworten.

Ihre Meinung ist uns wichtig!
Wir freuen uns sehr darüber, dass wir Sie jetzt auch im Internet umfassend informieren und Ihnen mit Rat und Tat zur Seite stehen können. Bitte fragen Sie uns - Wir helfen Ihnen gerne!
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Was hilft gegen Frühjahrsmüdigkeit?
Jetzt im Frühling fühlen sich viele Menschen abgespannt, unkonzentriert und kraftlos. Die Frühjahrsmüdigkeit wird vermutlich von den Temperaturschwankungen verursacht. Besonders Menschen mit einem niedrigen Blutdruck leiden unter ihr.

Hinzu kommt, dass sich der Körper erst wieder an die längeren Tage gewöhnen muss. Auch der winterliche Bewegungsmangel macht den Körper träge. Die Frühjahrsmüdigkeit kann man einfach vertreiben:

Bewegen Sie sich so viel wie möglich an der frischen Luft. Joggen, Radfahren oder Spaziergänge regen den Kreislauf an.

Essen Sie viel Obst und Gemüse. Frühjahrsmüde leiden oft an einem Vitamin- oder Mineralstoffmangel. Besonders geeignet sind frisch gepresste Fruchtsäfte. Trinken Sie mindestens zwei Liter Mineralwasser, Fruchtschorlen oder Kräutertees täglich. Aber gönnen Sie sich nicht mehr als zwei Gläser Bier oder Wein am Tag. Kaffee oder schwarzer Tee sind als Muntermacher nur bedingt geeignet. Sie regen den Kreislauf nur kurz an, nach einiger Zeit fühlt man sich umso schlapper.

In der Sauna treibt der Wechsel von Kälte und Wärme den Blutdruck in die Höhe. Auch Wechselduschen wirken gegen Kreislaufstörungen. Dazu erst drei Minuten lang warm und anschließend eine halbe Minute lang kalt duschen. Zwei- bis dreimal wiederholen, mit kaltem Wasser aufhören.

Licht macht wach. Gönnen Sie sich wann möglich eine Extraportion Licht – zum Beispiel bei einem kurzen Spaziergang in der Mittagspause. Das Sonnenlicht unterdrückt die Produktion des Schlaf-Hormons Melatonin. Dieses Hormon steuert den Wach-Schlaf-Rhythmus. Die Folge: Man schläft besser und ist tagsüber nicht mehr so müde. Zusätzlich hebt Licht die Stimmung. Das ist auch ein möglicher Grund, warum Menschen aus dem Skiurlaub so gut erholt zurück kommen – sie haben „Schneelicht“ getankt.

Guter Schlaf macht fit. Dunkeln Sie das Schlafzimmer gut ab, sonst wachen Sie zu früh auf und verpassen die letzte Tiefschlafphase. Auch ein kurzes Mittagsschläfchen zwischendurch macht munter, es sollte allerdings nicht länger als eine halbe Stunde sein.


Die Allzweckwaffe wird allmählich stumpf
Antibiotika mit Bedacht einsetzen.

Galten Antibiotika lange Zeit als Wundermittel gegen bakterielle Infektionskrankheiten, steht nunmehr die Wirksamkeit dieser lebensnotwendigen Arzneien auf dem Spiel. Die Allzweckwaffe "Antibiotikum" wird stumpf – so das Ergebnis einer aktuellen gemeinsamen Studie des Wissenschaftlichen Instituts der AOK (WIdO) und des Universitätsklinikums Freiburg. "Ein häufiger und bedenkenloser Einsatz von Antibiotika führt dazu, dass sie keine Wirkung mehr entfalten können, weil die Bakterien resistent, also unempfindlich, gegen die Medikamente werden", so Professor Winfried V. Kern, Infektiologe am Universitätsklinikum Freiburg.

Antibotika wirken gegen Bakterien, aber nicht gegen Viren. Untersuchungen zeigen, dass beispielsweise in 80 Prozent der Erkältungsfälle Antibiotika verschrieben werden, obwohl diese Erkrankungen durch Viren verursacht wurden. Auch eine Grippe, ebenfalls viral bedingt, kann nicht durch Antibiotika geheilt werden. Dennoch steigen die Antibiotika-Verschreibungen alljährlich mit der Grippewelle regelmäßig an. "Bei der Antibiotika-Behandlung sollte immer die Regel gelten: so wenig wie nötig und so gezielt wie möglich", sagt der Infektiologe Professor Kern. Nur so kann sicher gestellt werden, dass die Antibiotika auch künftig noch wirken.

Durch die häufige Anwendung von Antibiotika, auch schon bei Kindern, werden die gefährlichen Erreger unempfindlich. Eine große Rolle spielt auch der Einsatz von Antibiotika in der Tiermast. So können ebenfalls resistente Bakterienstämme entstehen, die über die Lebensmittel auch in den menschlichen Organismus gelangen.

Wenn schon Antibiotika, dann aber richtig

Wer ein Antibiotikum einnehmen muss, sollte folgendes beachten: Je nach Erkrankung und Verordnung werden Antibiotika geschluckt, gespritzt oder äußerlich angewendet als Salben, Cremes oder Augentropfen. Wer Antibiotika in Tablettenform einnimmt, sollte dies mit viel Wasser tun, denn Wasser verträgt sich mit den Wirkstoffen am besten. Nicht geeignet sind Fruchtsäfte und Milch. Nur auf Anweisung des Arztes dürfen Antibiotika eingenommen werden. Auch wenn sich der Patient nach kurzer Zeit besser fühlt, muss der Packungsinhalt der Schachtel aufgebraucht werden. Sonst vermehren sich die überlebenden Bakterien. Es kann zu einer erneuten Erkrankung kommen und Resistenzen werden durch überlebende Bakterien begünstigt.

Manchmal reichen aber natürliche „Klassiker"

Patienten sollten ihren Arzt fragen, ob sie unbedingt Antibiotika nehmen müssen oder ob er ihnen auch eine andere Behandlung anbieten kann. "Bei Atemwegsinfektionen sind Antibiotika nur sinnvoll, wenn es sich um eine bakterielle Infektion handelt. Bei Erkältungen, Schnupfen, akuter Bronchitis oder Halsschmerzen nutzen Antibiotika oft nichts", so Professor Kern.

Dagegen hilft es den meisten Menschen, wenn sie sich bei einer Erkältung ausruhen, und bei Husten viel trinken, etwa Tee oder Fruchtsaftschorlen, insbesondere wenn die Körpertemperatur erhöht ist. Halsschmerzen können durch zuckerfreie Lutschbonbons gelindert werden. Bei Schnupfen können lokal wirkende Nasentropfen die Atmung erleichtern. Bei Fieber und Gliederschmerzen helfen fieber- und schmerzlindernde Mittel.

Quelle: Ärztliche Praxis


Integrierte Versorgung - Was bedeutet das denn?
Das neue Konzept der HAUSAPOTHEKE - jetzt auch bei uns

Das neu entwickelte und in einigen Bundesländern schon etablierte Hausapothekenkonzept bietet Ihnen umfassende Betreuung und Home-Service.
Sie haben die Möglichkeit, sich für eine Hausapotheke zu entscheiden (wenn sie dies nicht schon de facto getan haben). Jede Apotheke kann Hausapotheke sein, wenn sie sich zu spezieller Fortbildung und zur Einhaltung der Spielregeln des Hausapothekenkonzeptes verpflichtet. Die Bindung soll mindestens ein Jahr betragen. Die freie Apothekenwahl z. B. im Urlaub bleibt bestehen.


Wir als Ihre Hausapotheke versorgen Sie ggf. bis an das häusliche Krankenbett (Home-Service) mit Arzneimitteln, Medizinprodukten und Hilfsmitteln und natürlich mit einer kompetenten, fachlichen und fairen Beratung.
Die Versorgung mit Nichtarzneimitteln wird auf ein wirtschaftliches Dauerversorgungssystem umgestellt.


Die pharmazeutische Versorgung wird in Modulen nach und nach eingeführt. Erstes und wichtigstes Element ist das Führen des sog. Arzneimittel-Dossiers. Hier erfassen wir als Ihre Hausapotheke die gesamte Medikation, die von verschiedenen Ärzten verordnet wurde, und zusätzlich die Selbstmedikation. So können nach regelmäßig vorgesehener pharmazeutischer Beurteilung alle Unverträglichkeiten und Wechselwirkungen identifiziert und abgestellt werden. Dies ersetzt jedoch nicht die routinemäßige Kontrolle bei der alltäglichen Abgabe an den Patienten.


Auf Ihren Wunsch hin, können wir Ihnen auch für den Hausarzt einen Apothekenbrief erstellen, damit dieser seine Therapie optimal gestalten kann.




Ihr Team der Finken-Apotheke----------Wir sind Beratung!

WHO - Arzneimittelfälschungen
Medikamente als Urlaubssouvenir - das kann fatale Folgen haben. Nach Schätzungen der Weltgesundheitsorganisation (WHO) sind weltweit etwa zehn Prozent der Arzneimittel gefälscht. Die Fälschungen sind teilweise äußerlich nicht erkennbar - bestenfalls sind sie wirkungslos, schlimmstenfalls lebensgefährlich. "Kaufen Sie im Ausland keine Arzneimittel auf Wochenmärkten oder bei fliegenden Händlern", warnt Friedemann Schmidt, Vizepräsident der ABDA - Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände.


Anzeichen für eine Fälschung sind eine fehlende oder beschädigte Verpackung, ein lückenhafter Beipackzettel oder ein fehlendes Verfallsdatum. Schmidt: "Selbst wenn das Medikament auf den ersten Blick vertrauenserweckend aussieht - Verbraucher haben keine Möglichkeit, eine äußerlich gut gemachte Fälschung zu entlarven. Deshalb sollte man die Reiseapotheke in der heimischen Apotheke füllen lassen."



Auf der Hitliste der Fälschungen stehen in Industrieländern Hormone, Arzneimittel gegen Asthma und Allergien, Lifestyle-Medikamente gegen Übergewicht oder Erektionsstörungen und Wachstumshormone zum Muskelaufbau. Auch Nahrungsergänzungsmittel wie Vitamin- oder Mineralstoffpräparate werden gefälscht. 2006 wurden an den EU-Grenzen 2,5 Millionen gefälschte Arzneimittel-Einheiten sichergestellt, 2005 waren es noch 500.000.